
Electroacoustic Hybrid (wissenschaftlich-künstlerisches Projekt SS 2010)
Alpen – Adria Universität Klagenfurt
Angewandte Musikwissenschaft
Workshop: 28.5. und 18.6.2010 Landeskonservatorium Klagenfurt
Werkstattkonzert: 24.6.2010 / 19.30 Uhr / Alte Kraftkammer Universität
Die technischen Neuerungen elektronischer Schallaufzeichnung und –verarbeitung hatten im Laufe des 20. Jahrhunderts massive Auswirkungen auf das Musikschaffen, auch und vor allem im Bereich der populären Musik. Die Elektrifizierung des Instrumentariums (E-Gitarre, E-Bass etc.) kulminierte in der Entwicklung rein elektronischer Instrumente wie dem Synthesizer. Durch die Digitalisierung wurden darüber hinaus seit den 1990er Jahren völlig neue, softwaregestützte Produktions- und Rezeptionsmöglichkeiten entwickelt. Zeitgenössische Strömungen der populären Musik sind ohne diese Entwicklungen nicht mehr zu denken.
In diesem wissenschaftlich-künstlerischen Projekt werden Michael Erian und Karen Asatrian von der Abteilung für Jazz- und Populärmusik des Konservatoriums mit den StudentInnen und ihren jeweiligen Instrumenten Mittel und Möglichkeiten der Elektroakustik in der Musikproduktion ausloten und kennen lernen. Ziel ist es dabei, ein kleines Konzertprogramm zu erarbeiten, das am Ende des Semesters im Rahmen der Campus Musick-Reihe aufgeführt werden soll. Historischer Ausgangspunkt der Entdeckungsreise und musikalische Inspirationsquelle dafür bildet das Album „I Sing the Body Electric (1972)“ der einflussreichen Jazz-Fusion-Gruppe Weather Report. Nach Vorarbeit und Konsolidierung der Gruppe durch Asatrian und Erian soll gegen Ende des Kurses in einem Workshop mit dem Elektronikmusiker Marc Weiser (Rechenzentrum, Berlin) der kreative Einsatz von elektroakustischen Klangerzeugern erlernt und ausprobiert werden. Angestrebt wird eine experimentelle Reise zwischen traditionellem Bandprojekt und der Eroberung ungewohnter Klangwelten, zwischen akustischen Instrumenten und elektronischer Klangbearbeitung. Zusammen mit Marc Weiser wird dann in einem zweiten Workshop ein Improvisationskonzept ausgearbeitet, das die Basis für das gemeinsame Werkstattkonzert bildet.
Parallel dazu wird im wissenschaftlichen Teil des Kurses die historische Dimension der Elektrifizierung populärer Musik aufgearbeitet. Von der Erfindung der E-Gitarre über die Experimente des frühen Electric Jazz bis zu den digitalen Musikgenres des 21. Jhds. sollen mehrdimensionale Entwicklungslinien aufgezeigt werden. Ziel dieses Kurses ist es, ein möglichst großes Repertoirewissen zu vermitteln und dabei ästhetische, konzeptuelle und analytische Fragestellungen zu bearbeiten. Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen das Programmheft zum Konzert füllen, das wie die anderen organisatorischen Komponenten vom Kurs selber gestaltet wird.
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„I SING THE BODY ELECTRIC“
Das Werkstatt-Konzert stellt die Ergebnisse des wissenschaftlich-künstlerischen Kooperationsprojekts „Electroacoustic Hybrid“ von Lehrenden und Studierenden der Angewandten Musikwissenschaft sowie des Landeskonservatoriums vor. Mit Unterstützung von Marc Weiser, dem musikalischen Kopf des Elektronik-Pionierprojektes Rechenzentrum, lernen die TeilnehmerInnen mit ihren jeweiligen Instrumenten Mittel und Möglichkeiten elektroakustischer Musikproduktion kennen und erarbeiten gemeinsam ein Konzertprogramm. Das Resultat wird ein experimenteller Streifzug zwischen traditionellem Bandprojekt und der Eroberung ungewohnter Klangwelten, zwischen akustischen Instrumenten und elektronischer Klangbearbeitung sein. Historischer Ausgangspunkt der Entdeckungsreise und musikalische Inspirationsquelle dafür bildet das Album „I Sing the Body Electric“ (1972) der einflussreichen Jazz-Fusion-Gruppe Weather Report.
Marc Weiser aka Rechenzentrum (Berlin), Elektronik
Studierende und Lehrende der Angewandten Musikwissenschaft und des Landeskonservatoriums, elektroakustisches Bandprojekt
Leitung: Michael Erian, Karen Asatrian, Dahlia Borsche
Do 24. Juni 2010 / 19.30 Uhr / Alte Kraftkammer Universität Klagenfurt